Abgasskandal

Abgasskandal

Als Abgasskandal (auch VW-AbgasskandalVW-SkandalVW-AbgasaffäreDieselgate) wird ein seit dem 18. September 2015 aufgedeckter Vorgang bezeichnet, bei dem die Volkswagen AG eine illegale Abschalteinrichtung in der Motorsteuerung ihrer Diesel-Fahrzeuge verwendete, um die US-amerikanischen Abgasnormen zu umgehen. Die Aufdeckung wurde durch eine Notice of Violation der US-Umweltbehörde Environmental Protection Agency (EPA) angestoßen. Laut der Volkswagen AG ist die betreffende Software in weltweit etwa elf Millionen Fahrzeugen mit der Motorenreihe VW EA189 im Einsatz, in den USA ist auch die Nachfolgereihe VW EA288 betroffen. Laut der Nachrichtenagentur Reuters wurde die Software jedoch für vier verschiedene Motorentypen angepasst.

Die ursprüngliche VW-Abgasaffäre war Auslöser einer weitreichenden Krise in der Automobilindustrie. Im Zuge vieler Studien wurde eine Abweichung zwischen realen und Prüfstandemissionen bei den Modellen deutscher und internationaler Hersteller festgestellt. Insgesamt überschreiten in den wichtigsten Märkten knapp ein Drittel der im Schwerlastverkehr und mehr als die Hälfte der für leichte Transportzwecke eingesetzten Dieselfahrzeuge die jeweilig geltenden Grenzwerte, was jährlich zu etwa 38.000 vorzeitigen Todesfällen führt. Es ist bewiesen, dass die Hersteller viele Jahre vor Bekanntwerden des Skandals die Maßnahmen anordneten oder von diesen wussten. Wissenschaftliche Gremien, Regierungsstellen und Interessenverbände hatten ebenfalls Jahre vor dem Bekanntwerden auf die Unregelmäßigkeiten hingewiesen und vor ihren Folgen gewarnt.

Spätestens 2003 wusste die Bundesregierung von der Abgasmanipulation der Autoindustrie 

25.11.2002 VERKEHR Bündnis für frische Luft
deutsche Hersteller argumentieren, die Technik sei nicht ausgereift oder zu teuer.

Eine ungewöhnliche Koalition aus Umweltverbänden, Kinderschutzbund, Umweltbundesamt sowie den konkurrierenden Verkehrsclubs ADAC und VCD will die deutschen Autohersteller drängen, serienmäßig Rußfilter in Dieselautos einzubauen. Mit „Aufsehen erregenden Aktionen“ will die von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) gegründete Initiative „Kein Diesel ohne Filter“ die „Blockadehaltung der deutschen Automobilindustrie überwinden“, so DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch.

25.03.2003 Geländewagen Abgas-Trick oder Täuschung?
Ein Umweltverband wirft DaimlerChrysler, BMW und VW „arglistige Täuschung“ vor.

Um beim Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg trotz der hohen Abgaswerte eine Typenzulassung zu erhalten, hätten die Produzenten die beanstandeten Fahrzeugtypen nach den Abgasgrenzwerten für Kleinlaster angemeldet, kritisierte hingegen DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch

Der damalige (2003) Umweltminister Jürgen Trittin war informiert! Heute will er kein Interview zum Abgasskandal geben!

 

Die Aussage von Alexander Dobrindt (Fotos) steht im krassen Gegenteil zur Presse Recherche. Die Begünstigung der Autoindustrie in der Abgasmanipulation durch die politisch Verantwortlichen Bundesregierungen seit 2002/2003 bis heute, ist nicht mehr von der Hand zuweisen!

  

Politische Verantwortung

 

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Harry administrator

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